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Drohnen-Alarm am Lago Maggiore: Russlands vermeintliche Spionageaktivitäten sind alarmierend!

2025-03-30

Autor: Nina

Italien befindet sich in Alarmbereitschaft: Eine mutmaßlich russische Drohne hat trotz einer ausgewiesenen No-Fly-Zone mehrfach über ein EU-Forschungszentrum am malerischen Lago Maggiore geflogen.

Berichten zufolge könnte auch das bedeutende Rüstungsunternehmen Leonardo ins Visier der Spionage geraten sein, was angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen besondere Brisanz hat.

Die Drohne soll laut Informationen der italienischen Nachrichtenagentur Ansa fünfmal über das Joint Research Centre (JRC) geflogen sein, das sich in Ispra befindet. Diese hochmoderne Forschungseinrichtung, die seit 1960 existiert, beschäftigt sich unter anderem mit den Sicherheitsaspekten von Drohnen. Das Zentrum konnte durch sein experimentelles Erkennungssystem die illegale Invasion der Drohne registrieren, die über einer speziell gesperrten Luftzone fliegen durfte.

Die Staatsanwaltschaft in Mailand hat bereits Vorermittlungen eingeleitet, und die Antiterror-Einheit der Staatsanwaltschaft Varese beabsichtigt, ein formelles Verfahren wegen Verdacht auf Spionage einzuleiten. Unklar bleibt bis jetzt, von wo die Überwachungstechnik gesteuert wurde. Experten des JRC vermuten, dass die Drohne über fortschrittliche digitale Systeme verfügt, die sogar in der Lage sind, im Dunkeln präzise Aufnahmen zu machen.

Überraschenderweise könnte das Rüstungsunternehmen Leonardo, das sich auf Luft- und Raumfahrt spezialisiert hat und zahlreiche Fabriken in der Nähe des Lago Maggiore betreibt, ebenfalls betroffen sein. Es drängt sich die Frage auf, ob die Drohne auch sensible militärische Einrichtungen von Leonardo überflog – was besonders während des Ukraine-Konflikts von großer Bedeutung wäre.

Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass russische Interessen bereits im letzten Jahr verschiedene Orte in Italien kartographieren wollten. Zwei Angestellte eines Mailänder Technologieunternehmens wurden beschuldigt, sich der Bestechung schuldig gemacht zu haben, da sie über das Messaging-Dienst Telegram rekrutiert wurden und in Kryptowährung bezahlt wurden. Diese Rekrutierung könnte einen Teil eines größeren Netzwerks zur Informationsbeschaffung darstellen.

Darüber hinaus wurden in Deutschland im vergangenen Jahr über 100 Zwischenfälle mit mutmaßlich russischen Drohnen aufgezeichnet, vor allem in Rheinland-Pfalz. Dies deutet darauf hin, dass der Einsatz solcher Technologien zur Überwachung sicherheitsrelevanter Einrichtungen zunimmt und Teil einer strategischen Hybridkrieg-Aktivität Russlands sein könnte.

Die Entwicklungen um den Lago Maggiore werfen ein Licht auf die anhaltenden Bedrohungen durch Spionage und verdeutlichen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit der europäischen Nationen im Hinblick auf die Sicherheit und Verteidigung gegen solche hybriden Bedrohungen.