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Fatah drängt Hamas zur Kapitulation: Eine neue Wende im Gazastreifen?

2025-03-22

Autor: Sofia

Die Fatah-Partei unter dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas hat die radikalislamische Hamas zur Aufgabe ihrer Kontrolle im Gazastreifen gedrängt. Ein Sprecher der Fatah verdeutlichte am Samstag, dass die Hamas anerkennen müsse, dass ihre Macht an diesem Punkt zum "Ende der palästinensischen Existenz" führen könnte. "Die Hamas sollte Mitgefühl mit der Bevölkerung des Gazastreifens zeigen," so der Sprecher weiter.

Die Rivalität zwischen Fatah und Hamas ist tief verwurzelt; während Fatah im Westjordanland agiert, kontrolliert die Hamas seit 2007 den Gazastreifen, nachdem sie die Fatah gewaltsam verdrängt hatte. Diese politische Spaltung hat zu einem intensiven Machtungleichgewicht geführt, das die geopolitischen Dynamiken in der Region beeinflusst.

Die Hamas wies derweil den Vorwurf der US-Regierung zurück, sie sei für die Eskalation der Kampfhandlungen im Gazastreifen verantwortlich. Ein Sprecher erklärte, dies sei eine "Verdrehung der Tatsachen". Die US-Regierung unter Brian Hughes hatte die Hamas beschuldigt, das Angebot zur Freilassung von Geiseln abgelehnt zu haben und stattdessen auf Konfrontation gesetzt zu haben.

Zugleich intensifizierte die israelische Armee ihre Luftangriffe im Gazastreifen, die als die massivsten seit Inkrafttreten einer Waffenruhe im Januar bezeichnet wurden. Am Mittwoch wurde der Beginn eines neuen Bodeneinsatzes angekündigt. Israel drohte damit, Gebiete im Gazastreifen zu annektieren, falls die Hamas nicht die verbliebenen israelischen Geiseln freilässt. "Die Hamas wird Gebiete verlieren, je länger sie sich weigert, die Geiseln freizulassen," sagte Israels Verteidigungsminister Israel Katz.

In einer gemeinsamen Erklärung forderten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens eine sofortige Rückkehr zur Waffenruhe. Sie bezeichneten die Wiederaufnahme israelischer Angriffe als dramatischen Rückschritt für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen und das gesamte Konfliktgebiet. "Wir sind entsetzt über die Zivilopfer und fordern dringend die sofortige Rückkehr zu einer Waffenruhe," hieß es weiter.

Zusätzlich zu den Gefechten im Gazastreifen gibt es Berichte über wiederholte Angriffe der israelischen Luftwaffe auf militärische Ziele in Syrien. Diese Angriffe zielen auf Anlagen, die eine Bedrohung für Israel darstellen könnten und reißen damit noch tiefere geopolitische Gräben auf.

In den letzten Tagen ist die Zahl der humanitären Opfer in Gaza dramatisch angestiegen, wobei Berichte von mehr als 660 Verletzten und über 400 Toten durch die aktuellen Kampfhandlungen sprechen. Viele Zivilisten sind erneut aus dem Norden des Gazastreifens geflohen, während erstes Chaos und Verzweiflung unter den Überlebenden herrscht.

Die internationale Gemeinschaft, angeführt von den USA, hat die laufenden militärischen Aggressionen beachtet, während sich Präsident Donald Trump hinter die aggressiven Maßnahmen Israels stellte, was die Lage weiter anheizt. Diese Entwicklung wirft Fragen über die zukünftigen politischen und humanitären Strategien in der Region auf, während sowohl die palästinensische als auch die israelische Seite um ihre Identität und Existenz kämpfen.