Wissenschaft

Klimawandel: Dramatischer Rückgang der Investitionen in Klimatechnologien trotz akuter Notwendigkeit!

2025-03-28

Autor: Noah

Am 29. März ist Österreichs Earth Overshoot Day – ein alarmierendes Signal, dass die natürlichen Ressourcen des Landes für den Rest des Jahres aufgebraucht sind. Angesichts dieser alarmierenden Tatsache ist es unumgänglich, umweltfreundlicher und klimabewusster zu agieren. Doch überraschenderweise berichten Experten, dass die globalen Investitionen in Klimatechnologien stark zurückgegangen sind. Im letzten Jahr sind diese Ausgaben um erschreckende 29 Prozent gesunken, von 79 auf nur 56 Milliarden Dollar.

Laut dem PwC-Bericht "State of Climate Tech" sind die Gründe für diesen Rückgang vielschichtig. Unsichere wirtschaftliche Bedingungen und hohe Fremdkapitalkosten schaffen ein ungünstiges Investitionsklima. Diese unbeständigen Faktoren führen zu einem signifikanten Rückgang bei Risikokapital- und Private-Equity-Investitionen. Analysen von PwC zu über 12.000 Startups und 600 Milliarden Dollar an Investments zeigen einen beunruhigenden Trend – die allgemeinen Gesamtausgaben für Investitionen weltweit zeigen einen Rückgang.

Agatha Kalandra, ESG-Leaderin von PwC Österreich, betont: "Unser gegenwärtiger Umgang mit Ressourcen ist nicht nachhaltig. Um den Klimawandel effektiv zu bekämpfen, sind gezielte Investitionen in innovative Technologien unerlässlich." Die aktuelle Marktlage sorgt jedoch für Unsicherheit, was die Bereitschaft der Unternehmen, in Klimatechnologien zu investieren, zurückhält. Viele warten ab, um zu sehen, welche Technologien sich durchsetzen werden, bevor sie sich finanziell engagieren.

Nachhaltige Technologien im Aufwind

Es gibt allerdings einen Lichtblick: Die Nachfrage nach Technologien zur Anpassung an Klimarisiken ist gestiegen. Hochwasserschutzsysteme, Dürremanagement-Technologien und hitzebeständige Materialien sind gefragter denn je. Die extremen Wetterereignisse der letzten Jahre haben ein größeres Bewusstsein für diese Technologien geschärft. Diese Technologien machten 28 Prozent der Climate-Tech-Deals aus und repräsentieren 12 Prozent des gesamten Investitionsvolumens.

Die Mehrheit der Investitionen floss jedoch weiterhin in den Energiesektor, wo ein Anstieg von 35 Prozent der Climate-Tech-Investitionen gegenüber dem Vorjahr verzeichnet wurde. Ein schnell wachsendes Segment sind KI-gesteuerte Klimatechnologien. Diese Investitionen stiegen von 5 Milliarden Dollar im Jahr 2023 auf 6 Milliarden Dollar in den ersten drei Quartalen 2024 – das entspricht 14,6 Prozent des gesamten Investitionsvolumens im Bereich Klimatechnologien.

Dringender Handlungsbedarf

Trotz der positiven Trends gibt es noch große Herausforderungen. Der Industriesektor verursacht 34 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen, wobei sein Anteil an den Klimainvestitionen von 17 Prozent im Jahr 2023 auf nur 7 Prozent in den ersten drei Quartalen 2024 gesunken ist. Experten warnen, dass diese Disparität nicht länger akzeptiert werden kann. Um den Industriesektor anzuspornen, schlägt Kalandra vor, gezielte Anreize wie steuerliche Vergünstigungen und spezielle Förderprogramme einzuführen.

Um nachhaltige Technologien effektiver zur Marktreife zu bringen, ist eine stärkere Zusammenarbeit zwischen privaten Investoren, staatlichen Institutionen und Industrieunternehmen unerlässlich. Nur durch kollektives Handeln können wir den Klimawandel wirksam bekämpfen und eine grünere Zukunft für alle schaffen. Die Zeit zum Handeln ist jetzt!