Technologie

Lidar vs. Kamera: Ist ein Tesla intelligenter als Karl der Cojote?

2025-03-18

Autor: Laura

Im Laufe dieses Jahres plant Tesla, einen Robotaxidienst im US-Bundesstaat Texas einzuführen. Das im Oktober 2024 vorgestellte Cybercab soll Passagiere ohne menschlichen Fahrer durch Austin befördern. Der frühere Waymo-Chef John Krafcik hat jedoch Bedenken geäußert und erklärt, dass Tesla "weit von der Technologie für einen sicheren Robotaxidienst entfernt" sei. Ein eindrucksvoller Vergleich zwischen verschiedenen Erkennungssystemen wurde kürzlich von Youtuber Mark Rober vorgestellt.

Die Entscheidung von Elon Musk, beim autonomen Fahren ausschließlich auf Kameras zu setzen und dabei auf Technologien wie Lidar und Radar zu verzichten, stößt in der Branche auf große Skepsis. Wettbewerber setzen auf redundante Systeme, um die Vorteile unterschiedlicher Sensoren zu kombinieren. Diese Strategie wird allgemein als sicherer angesehen.

Krafcik ist der Meinung, dass Lidar und Radar "entscheidend" seien, um nächtliche Unfälle bei hohen Geschwindigkeiten zu vermeiden, wie sie bei Tesla auf amerikanischen Autobahnen häufig auftreten. In einem Interview mit dem Manager Magazin sagte er: "Die von Tesla eingesetzten Kameras besitzen nur eine Auflösung von fünf Megapixeln, was nur ein Zehntel der Auflösung einer modernen Smartphone-Kamera entspricht – und das ist unzureichend für sicheres Fahren." Außerdem gab er zu bedenken, dass die technischen Mängel von Tesla die Sicherheit im Vergleich zu Unternehmen wie Waymo, das robotergestützte Taxis in Städten wie Austin, Los Angeles, San Francisco und Phoenix anbietet, behindern.

In einem faszinierenden Experiment demonstrierte Mark Rober das Potenzial von Lidar im Vergleich zu Kameras. Anhand eines speziell konzipierten Tests auf einer abgesperrten Strecke wurden unter verschiedenen Bedingungen, darunter Nebel, starker Regen und blendendes Licht, Objekte identifiziert. Dies beweist, dass Lidar in kritischen Situationen Kameras deutlich überlegen ist.

Ein Highlight des Tests war ein cleverer optischer Trick, inspiriert von einer Episode des Zeichentrickfilms Wile E. Coyote und Roadrunner. In dieser Episode malt Karl der Cojote einen Straßenverlauf, um den Roadrunner in eine Falle zu locken. Rober ließ die Testfahrzeuge zunächst auf einen Dummy zufahren, der auf der Fahrbahn platziert war, um zu zeigen, wie unterschiedliche Technologien reagieren. Die Ergebnisse waren verblüffend: Während das Tesla Model Y große Schwierigkeiten hatte, das Objekt unter widrigen Bedingungen zu erkennen, bewies das Lidar-System deutlich überlegene Fähigkeiten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Wettlauf um die Entwicklung sicherer autonomer Fahrzeuge in vollem Gang ist, und es bleibt abzuwarten, wie Tesla mit den Herausforderungen umgeht, die der Verzicht auf Lidar mit sich bringt.