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Migros verkauft Mibelle ins Ausland: Eine große Veränderung für die Schweizer Handelslandschaft

2025-03-31

Autor: Lukas

Die Migros hat einen bedeutenden Schritt in ihrer strategischen Ausrichtung gemacht und verkauft die Industriefirma Mibelle an das spanische Unternehmen Persán. Diese Übernahme wird nicht nur Auswirkungen auf die Mitarbeitenden und Standorte von Mibelle in Ländern wie Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, den USA, Australien und der Schweiz haben, sondern auch die Konkurrenz im Bereich der Eigenmarken-Herstellung wesentlich verändern. Die Mühe, die regionalen Marktanteile auszubauen und internationale Präsenz zu stärken, wird mit dieser Entscheidung eindrucksvoll untermauert.

Persán wird mit den 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Mibelle zu einem Unternehmen mit mehr als 3.000 Angestellten und einem Umsatz von über 1 Milliarde Euro wachsen. Dies markiert einen bedeutenden Meilenstein in der globalen Wettbewerbslandschaft der Kosmetik- und Haushaltswarenbranche im Bereich Private Label und Contract Manufacturing. Antonio Somé, der CEO von Persán, glaubt fest daran, dass die Synergien zwischen den beiden Unternehmen nicht nur die Produktionskapazitäten, sondern auch die Innovationskraft steigern werden.

Die gängigen Produkte, die zurzeit von Mibelle produziert werden, darunter die Eigenmarken «Handy», «I am» und «Zoé», werden weiterhin in den Regalen der Migros zu finden sein. Die Migros hat sich, wie sie selbst mitteilt, langfristige Lieferverträge mit Persán gesichert, um die Kontinuität der Produktverfügbarkeit zu garantieren. Dies zeigt, dass trotz der Veräußerrung der Produktionsfirma die strategische Ausrichtung auf Eigenmarken weiterhin oberste Priorität hat.

Die Entscheidung, Mibelle zu veräußern, wird von der Migros als notwendig erachtet, um sich stärker auf ihr Kerngeschäft – das Supermarktgeschäft – zu konzentrieren. Dies folgt auf eine umfassende Analyse der Marktbedingungen, die zeigt, dass es wirtschaftlicher ist, Produkte einzukaufen, anstatt sie selbst herzustellen. Laut Migros-Chef Mario Irminger wurde dieser Schritt bereits vor einem Jahr vorhergesehen, als er sagte: «Wir wollen Top-Eigenmarken zu guten Preisen verkaufen können». Die Migros reagiert also auf den intensiven Wettbewerb im Kosmetiksegment und bezieht ihre Produkte zunehmend von Partnern, um die Kosten zu optimieren.

Ein weiterer interessanter Aspekt dieser Übernahme ist, dass die südkoreanische Tochtergesellschaft Gowoonsesang Cosmetics, die bereits im vergangenen Jahr von L’Oréal übernommen wurde, nicht Teil des Deals ist. Dies zeigt, dass die Migros strategisch vorgeht, um nur die für sie relevanten Geschäftsbereiche zu fokussieren. Die Auswirkungen des Verkaufs und die zentralen Herausforderungen, die der Schweizer Einzelhandel in den kommenden Jahren erwarten kann, werden sicherlich ein heißes Thema in der Branche sein.

Diese Transaktion stellt somit nicht nur einen Wendepunkt für die Migros dar, sondern auch für den gesamten Markt im Bereich Kosmetik und Konsumgüter. In welchen Richtung der Schweizer Einzelhandel sich entwickeln wird, bleibt spannend abzuwarten.