Nation

Revolutionäre Studie: «Weed Care» zeigt erstaunliche positive Effekte auf die mentale Gesundheit

2025-03-28

Autor: Laura

In der bahnbrechenden Cannabis-Studie «Weed Care», die im Kanton Basel-Stadt durchgeführt wurde, werden bemerkenswerte Fortschritte in der psychischen Gesundheit von Cannabiskonsumenten aufgezeigt.

Innerhalb von zwei Jahren wurden 87 Kilogramm Cannabis unter kontrollierten Bedingungen verkauft. Interessanterweise stieg die Konsumfrequenz nicht an, was darauf hinweist, dass der legale Zugang keine negative Auswirkung auf das Konsumverhalten hatte. Stattdessen berichteten die Teilnehmenden von positiven Veränderungen, insbesondere von weniger Sucht- und Angstsymptomen.

Die Studie startete vor über zwei Jahren und hat zur Legalisierung und ordnungsgemäßen Regulierung von Cannabisprodukten in der Schweiz beigetragen. Durch den legalen Verkauf wurde dem Schwarzmarkt ein Wert von rund 900'000 Franken entzogen – ein klares Zeichen in der Debatte um Cannabislegalisierung.

Laut dem Gesundheitsdepartement zeigen die Ergebnisse der Studie «vielversprechende Entwicklungen in der Schadensminderung». 89 Prozent der Teilnehmenden wünschten sich eine neue Regulierung des Cannabismarktes. Darüber hinaus äußerten 84 Prozent den Wunsch, qualitativ bessere Produkte zu konsumieren, und 79 Prozent genossen die Sicherheit, Cannabis auf legale Weise zu erwerben.

Unter den 378 ursprünglichen Probanden haben 299 weiterhin aktiv an der Studie teilgenommen. Erstaunlicherweise blieb sowohl die Häufigkeit als auch die Menge des Cannabiskonsums konstant, obwohl die Produkte legal beschafft werden konnten. Ein Drittel der getesteten Produkte wies einen THC-Gehalt von weniger als 13 Prozent auf, was im Vergleich zu gängigen Schwarzmarktprodukten ungewöhnlich niedrig ist.

Zusätzlich suchten 35 Probanden aus eigenem Antrieb aktiv den Kontakt zu den Studienärzten, um sich über ihren Cannabiskonsum beraten zu lassen. Die Studie dokumentierte signifikante Verbesserungen in der psychischen Gesundheit, indem sie eine Abnahme von Suchtverhalten sowie eine Verringerung von depressiven und angstspezifischen Symptomen verzeichnete.

Ursachen für diese positiven Effekte können in der Beseitigung der Illegalität, dem gestiegenen Vertrauen in sichere Produkte und einer besseren Konsumkontrolle durch transparente THC-Angaben liegen. Marc Walter, Leiter der Studie, betont: „Obwohl der Konsum konstant bleibt, wird das Suchtverhalten reduziert und die psychische Gesundheit verbessert sich. Eine Regulierung des Cannabismarktes kann somit entscheidend zur Schadensminderung beitragen.“

Im Rahmen der Studie haben 272 Probanden ihre Teilnahme an einer Verlängerung ab Juni zugesagt. Insbesondere besteht Interesse an neuen, weniger riskanten Produktformen wie E-Liquids und Tinkturen.

Nach Abschluss der Studie wird ein umfassender Bericht erstellt, der die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammen mit den Ergebnissen ähnlicher Projekte in der Schweiz präsentieren wird. Diese Erkenntnisse könnten als solide Basis für eine zukünftige vernünftige Cannabispolitik in der Schweiz dienen.

Regine Steinauer, die Leiterin der Abteilung Sucht im Gesundheitsdepartement, hebt hervor: „Der Schutz der Gesundheit durch geprüfte Produktqualität, die Förderung von Prävention und die Bekämpfung des illegalen Marktes müssen zentrale Ziele einer zukünftigen Cannabisregulierung sein.“ Diese Studie könnte der Schlüssel zu einer umfassenden Reform der Cannabispolitik in der Schweiz sein – ist das die Zukunft, auf die alle gewartet haben?