Unterhaltung

Schneewittchen-Remake: Disney unter Beschuss

2025-03-23

Autor: Gabriel

Die Neuverfilmung von Disney's Schneewittchen sorgt für enormen Wirbel. Boykottaufrufe und negative Rezensionen dominieren den Filmstart, und die Disney-Aktie hat an der Börse bereits an Glanz verloren.

Ursprünglich von Walt Disney 1937 mit dem animierten Film «Schneewittchen und die sieben Zwerge» zum Leben erweckt, gilt das Original als einer der besten Filme aller Zeiten und war der Grundstein für Disneys Erfolgsgeschichte. Doch die Erwartungen an die aktuelle Live-Action-Adaption wurden enttäuscht.

Von Beginn an sorgte die Besetzung für Aufregung. Die Hauptrolle geht an die US-Sängerin Rachel Zegler mit kolumbianischen Wurzeln, die nicht dem Bild entspricht, welches der „magische Spiegel“ im Original von Schneewittchen zeichnete. Diese Entscheidung hat erneut rassistische Kontroversen ausgelöst, die bereits bei der Besetzung von Halle Bailey als Arielle thematisiert wurden.

Zusätzlich schlagen politische Äußerungen von Zegler und Gal Gadot im Zusammenhang mit dem Gaza-Konflikt hohe Wellen. Gadot, die die böse Stiefmutter spielt, geriet während der Enthüllung ihres Sterns auf dem Walk of Fame in Hollywood ins Kreuzfeuer der Kritik und wurde von Demonstranten begleitet.

Neu ist auch die Bezeichnung der sieben Zwerge, die nun von Disney als „magische Geschöpfe“ bezeichnet werden. Kritiker merken jedoch an, dass nur einer von ihnen tatsächlich kleinwüchsig ist, während die anderen per visuellen Effekten verkleinert wurden.

Zeglers Aussagen über das Original fanden ebenfalls wenig Anklang. Sie bezeichnete es als sexistisch und die Liebesgeschichte als überholt. Disney hat die Handlung stark verändert, und einen Prinzen sucht man vergeblich.

Die Reaktionen sind vernichtend. Die Zeitung «The Times» beschreibt den Film als einen Tiefpunkt in der kulturellen Entwicklung von Disney und rät dem Publikum, eine Kotztüte mitzubringen. Der «Guardian» kritisiert die Darbietungen von Zegler und Gadot als „langweilig“ und ein Kritiker des «Wall Street Journal» gab an, von der Handlung eingeschlafen zu sein. Während die Musik des Originals unvergesslich war, beschreibt «Vulture» die neuen Melodien als glatt und austauschbar.

Obwohl viele Kritiker den Film verreißen, findet der «Hollywood Reporter» einige positive Aspekte und nennt das Drehbuch intelligent, welches Schneewittchen als eine starke Anführerin darstellt, die den Erwartungen ihres Vaters gerecht wird.

Aber Disney hat weiterhin mit einem Rückgang von Zuschauern zu kämpfen. Während die Streaming-Plattform Disney+ kürzlich Gewinne verzeichnete, zeigen die Aktienkurse des Unternehmens eine enttäuschende Entwicklung. In den letzten fünf Jahren ist der Kurs um weniger als 15 Prozent gestiegen, während Konkurrenten wie Netflix und Sony im gleichen Zeitraum deutlich zulegten. Im Jahr 2023 allein hat die Disney-Aktie bereits 15 Prozent an Wert verloren.

Die Märchenhaftigkeit von Disney scheint an der Börse aufgrund von CEO-Wechseln und anderen internen Herausforderungen eingebüßt zu haben, was Anlass zur Sorge für die Zukunft des Unternehmens gibt.