
Wenn die Beziehung von Zweifeln geplagt wird: So überwindest du deine Ängste
2025-03-24
Autor: Simon
Bettina Kotzurek erhielt während eines romantischen Urlaubs die große Frage ihres Freundes: Er machte ihr einen Heiratsantrag. Mit einem begeisterten 'Ja!' antwortete sie, doch als die ersten Freudentränen trockneten, übermannte sie plötzlich eine Welle der Unsicherheit. Reichen ihre Gefühle wirklich für eine Ehe? Ist es in Ordnung, ihren Partner mit solchen aufkeimenden Zweifeln zu heiraten? Oder sollte sie vielleicht ihrer Freiheit treu bleiben und einfach Single bleiben?
Diese Gedanken quälten Bettina und führten sie in eine tiefgreifende Krise. Nach näherer Betrachtung stellte sie fest, dass sie an einer wenig bekannten Zwangsstörung leidet, die als Beziehungs-OCD (Zwangsstörung in Beziehungen) bekannt ist. Menschen, die darunter leiden, erleben ständige Zweifel an ihren Beziehungen, als ob sie jeden Schritt hinterfragen müssten. Das kann von dem Gedanken ausgehen, ob die Chemie zwischen den Partnern stark genug ist, bis hin zu beängstigenden Fragen über die langfristige Kompatibilität.
Doch Bettina ist nicht allein. Experten schätzen, dass etwa 2% der Bevölkerung an dieser Form der Zwangsstörung leiden. Um diese belastenden Gedanken zu überwinden, empfehlen Fachleute verschiedene Strategien. So kann beispielsweise kognitive Verhaltenstherapie deutlich helfen, die eigenen Zweifel zu verstehen und zu bearbeiten. Darüber hinaus kann es hilfreich sein, regelmäßig mit dem Partner über Ängste und Unsicherheiten zu sprechen, um Missverständnisse zu vermeiden und eine stärkere emotionale Verbindung aufzubauen.
Des Weiteren ist es wichtig, Geduld mit sich selbst zu haben: Eine gesunde Beziehung erfordert Zeit, Vertrauen und Verständnis. Ob Bettina letztendlich Ja zu ihren Zweifeln oder Ja zu ihrer Liebe sagt, bleibt abzuwarten. Die wichtigste Erkenntnis: Zweifel sind normal, aber sie sollten nicht die Kontrolle über unser Leben übernehmen!