Gesundheit

Alarmierende Masernfälle in Ottakring: Wer ist noch gefährdet?

2025-03-30

Autor: Nina

In Ottakring gibt es besorgniserregende Neuigkeiten: Innerhalb von nur zehn Tagen besuchten gleich drei Kinder und Jugendliche eine Arztpraxis, nachdem sie an Masern erkrankt waren. Besonders alarmierend ist der Fall eines 10-jährigen Jungen, der unangemeldet in die Praxis kam, obwohl er einen Absonderungsbescheid hatte. Der Junge hatte nämlich in seiner Schulklasse Kontakt zu einem bestätigten Masernfall und hätte seine Wohnung eigentlich nicht verlassen dürfen. Stattdessen fuhr er mit der Straßenbahn zur Arztpraxis, wo sein Masernfall diagnostiziert wurde.

Durch sein Verhalten könnte er unwissentlich drei Babys infiziert haben, die ebenfalls in der Praxis waren. Dort erhielten die Säuglinge dringend benötigte Immunglobuline, um sich gegen die Krankheit zu schützen. Ein Arzt erklärt, wie entscheidend Impfungen sind: „Mit der Impfung schütze ich mich nicht nur selbst, sondern auch andere.“

Masern sind ernstzunehmend

Die Übertragung von Masern erfolgt durch Sprechen, Husten oder Niesen, und zwar bereits vier Tage bevor die ersten Symptome auftreten. Diese Krankheit ist alles andere als harmlos und kann zu gravierenden Komplikationen führen. Statistisch gesehen leidet jedes fünfte Kind an einer Komplikation, und in einem von 1.000 Fällen kann die Krankheit zu einer lebensbedrohlichen Gehirnhautentzündung führen, die bleibende Schäden verursachen kann. Besonders gefährdet sind ungeimpfte Säuglinge.

Ein Umdenken ist nötig

Um die Bevölkerung optimal zu schützen, ist eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent erforderlich. Diese sogenannte Herdenimmunität verhindert, dass es zu lokalen Ausbrüchen kommt. Leider liegt die Impfquote in Wien zurzeit weit unter diesem Wert. Gesundheitsbehörden fordern die Bevölkerung eindringlich auf, ihren Impfstatus zu überprüfen und eventuell versäumte Impfungen bei Haus- oder Kinderärzten nachzuholen.

Die Masernimpfung: Sicher und effektiv

Trotz der nachgewiesenen Sicherheit und Wirksamkeit der Masernimpfung gibt es immer noch viele Menschen, die sich nicht impfen lassen. Die Gründe dafür sind häufig irrationaler Natur, oder sie basieren auf religiösen oder ideologischen Überzeugungen. Es ist wichtig zu wissen, dass die Masernimpfung seit den 1960er Jahren existiert und hunderte Millionen Dosen verabreicht wurden, mit einer hervorragenden Verträglichkeit.

Die aktuellen Fälle in Ottakring dienen als alarmierendes Beispiel. Jeder sollte sich der Verantwortung bewusst sein, die mit dem Impfen einhergeht - nicht nur für das eigene Wohl, sondern auch für das Wohl der gesamten Gemeinschaft.