
Commerce: Sorgen um die Hardware-Zukunft von Mindfactory
2025-03-24
Autor: Lukas
Der renomierte Hardware-Distributor Mindfactory könnte sich in einer kritischen Lage befinden. In den letzten Wochen gab es besorgniserregende Anzeichen wie ein drastisch reduziertes Produktangebot und die Auslistung sämtlicher aktueller Grafikkarten, die darauf hindeuten, dass im Unternehmen etwas nicht stimmt. Zusätzlich waren zeitweise auch wichtige Prozessoren, die zu den Kernprodukten von Mindfactory zählen, nicht verfügbar. Einige dieser Artikel sind nun jedoch wieder im Angebot.
Laut Mindfactory wurde der Onlineshop einer umfassenden Aktualisierung unterzogen, inklusive einer Umstellung auf ein neues System. Dennoch kursieren in den letzten zwei Wochen Gerüchte über eine drohende Insolvenz des Unternehmens aus Wilhelmshaven, was die Kunden beunruhigt.
Anonyme Quellen berichten, dass die finanzielle Misere durch Buchhaltungsfehler und eine damit verbundene Nachforderung des Finanzamts in Millionenhöhe verursacht wurde. Dem Vernehmen nach läuft das Geschäft dennoch gut, und in den letzten Jahren gab es keine nennenswerten Verluste.
Gerüchten zufolge soll ein Investor, möglicherweise die Wortmann AG, in die Bresche gesprungen sein, um Mindfactory zu unterstützen. Wortmann AG ist bekannt für ihre Eigenmarke Terra und hält außerdem 49 Prozent der Anteile am B2B-Hardware-Händler Kosatec.
Kunden von Mindfactory stehen vor der Herausforderung, sich erneut zu registrieren, da die bisherigen Kundenkonten invalid sind. Dies könnte Teil einer proaktiven Datenschutzmaßnahme sein, um im Falle eines Datenlecks größtmöglichen Schutz zu gewährleisten. Neu registrierte Kunden haben bislang nur die Zahlungsoptionen Vorkasse und PayPal zur Auswahl, wobei PayPal durch seinen Käuferschutz zusätzliche Sicherheit bietet.
Auf Reddit berichten Kunden, dass es bisher keine nennenswerten Probleme mit der Lieferung bestellter Hardware gegeben hat. Bestellungen, die als lieferbar gekennzeichnet sind, wurden zügig versendet.
Bislang blieb eine offizielle Stellungnahme von Mindfactory aus, obwohl die Presseagentur eine Erklärung abgegeben hat, in der es heißt: "Nur wenige Tage nach dem Start des Sanierungsprozesses konnte Deutschlands führender Gaming-Händler Mindfactory zur Normalität zurückkehren. Der Online-Shop ist geöffnet, und die Kunden können zunehmend aus dem vollständigen Sortiment schöpfen."
Angesichts der aktuellen Entwicklungen bleibt abzuwarten, wie sich die Situation bei Mindfactory weiterentwickeln wird und ob der Investor langfristig Stabilität bringen kann. Die Marke Mindfactory hat sich einen Namen gemacht im Bereich PC-Systeme und B2B-Geschäft, und viele Kunden hoffen auf eine positive Wende in der Geschichte des Unternehmens.