Gesundheit

Das Alarmierende Demenz-Risiko: Ab welchem Alter Alkohol besser gemieden werden sollte

2025-03-30

Autor: Lara

Alkohol kann das Risiko einer Demenz-Erkrankung erheblich erhöhen. Experten raten, ab einem bestimmten Alter vollständig auf Alkohol zu verzichten. Was Sie wissen sollten, um Ihre Gesundheit zu schützen!

Dem Risiko für Demenzerkrankungen wie Alzheimer stehen verschiedene Faktoren gegenüber, darunter hoher Cholesterinspiegel, Übergewicht und Rauchen. Aber auch übermäßiger Alkoholkonsum gehört dazu. Wer auf seine Gesundheit achtet, kann somit das Risiko für Demenz erheblich reduzieren!

Laut der Alzheimer Forschung Initiative könnten weltweit 45 Prozent aller Demenzerkrankungen vermieden oder zumindest hinausgezögert werden, wenn Risikofaktoren wie Alkohol minimiert werden. Der Neurowissenschaftler Dr. Richard Restak empfiehlt, spätestens ab dem 70. Lebensjahr den Alkoholkonsum einzustellen. Alkohol ist „nicht gut für die Nervenzellen“, betont er. Ein anderer Experte geht sogar noch weiter und empfiehlt, bereits früher mit dem Trinken aufzuhören.

Das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) stellt fest, dass der sogenannte „riskante Konsum“ ab 24 Gramm reinem Alkohol pro Tag das Demenzrisiko erhöht. Zum Vergleich: Ein halber Liter Bier enthält etwa 20 Gramm Alkohol.

Die Alzheimer Gesellschaft München warnt davor, dass langfristiger Alkoholkonsum dauerhafte Schäden am Gehirn verursachen kann. Und während Alkohol ein Risiko darstellt, gibt es auch Lebensmittel, die nachweislich einen schützenden Effekt auf das Gehirn haben. Frische Früchte, die reich an Flavonoiden sind, und regelmäßiger Konsum von Pflanzenölen können dazu beitragen, die kognitive Gesundheit zu bewahren.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt sogar, gänzlich auf Alkohol zu verzichten. Laut WHO gibt es keine „gesundheitlich unbedenkliche Menge“ Alkohol. Das Risiko für gesundheitliche Schäden beginnt bereits mit dem ersten Schluck eines alkoholischen Getränks.

In einer neuen Kampagne, die 2024 initiiert wurde, möchte die WHO das Bewusstsein für die gesundheitlichen Folgen von Alkoholkonsum stärken. Mit der Kampagne „Neudefinition von Alkohol“ werden Europäer dazu aufgerufen, ihr eigenes und gesellschaftliches Verhältnis zu Alkohol zu überdenken und die Rolle des Alkohols in ihrem Leben zu reflektieren.

Das Thema Demenz ist komplex. Neben Alkohol gibt es viele weitere Risikofaktoren wie:

1. Geringe Bildung
2. Eingeschränkte Hör- und Sehfähígkeiten
3. Hoher Cholesterinspiegel
4. Depressionen
5. Kopfverletzungen
6. Bewegungsmangel
7. Diabetes Typ 2
8. Rauchen
9. Bluthochdruck
10. Starkes Übergewicht
11. Soziale Isolation
12. Luftverschmutzung

Neurowissenschaftler Restak empfiehlt, bei Seh- und Hörproblemen schnell zu handeln, um das Lernen und die Sozialisierung zu fördern. Bewegung ist ebenfalls ein entscheidender Faktor!

„Niemand kann garantieren, dass jemand nicht an Demenz erkranken wird“, warnt Restak. „Aber man kann bestimmte Vorkehrungen treffen, um das Risiko zu minimieren – ähnlich wie beim Autofahren. Man kann nicht verhindern, dass man in einen Unfall verwickelt wird, aber man kann das Risiko verringern, indem man Sicherheitsvorkehrungen trifft.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol und eine gesunde Lebensweise können entscheidend zur Aufrechterhaltung einer guten kognitiven Gesundheit im Alter beitragen. Schützen Sie Ihr Gehirn – es ist Ihre wichtigste Ressource! Warten Sie nicht, handeln Sie jetzt!