
Die Tesla-Files: Ein Unternehmen in der Krise – Was steckt wirklich dahinter?
2025-03-24
Autor: Emma
Der Elektroautobauer Tesla ist derzeit in aller Munde, jedoch nicht aufgrund technischer Innovationen im Bereich der Elektromobilität, sondern wegen seines umstrittenen CEO, Elon Musk, und dessen Verbindungen zu politischen Entscheidungsträgern in den USA. Die Tesla-Aktie befindet sich im Sinkflug, was Besorgnis über die Zukunft des Unternehmens auslöst.
Sönke Iwersen, Investigativ-Journalist beim Handelsblatt, hat kürzlich ein aufschlussreiches Buch über die sogenannten Tesla-Files veröffentlicht, die brisante Informationen über das Unternehmen und seine Führung offenlegen.
In einem Interview mit SRF News äußerte Iwersen ernste Bedenken über den aktuellen Zustand von Tesla. Die Umsätze seien dramatisch eingebrochen, und die Popularität von Elon Musk, die früher als Vorteil für den Aktienkurs galt, entpuppt sich zunehmend als Belastung. Ein Trend, den Iwersen beschreibt: "Viele potenzielle Käufer lehnen es ab, ein Tesla-Fahrzeug zu erwerben, weil sie mit Musk und seiner kontroversen Persönlichkeit assoziiert werden."
Er sieht eine klare Verbindung zwischen Musks Verhalten und den Problemen im Unternehmen. Insbesondere erwähnt er die steigende Krankenquote in den Tesla-Werken und die aggressive Haltung von Musk gegenüber seinen Mitarbeitern. Iwersen berichtet von Vorfällen, in denen der Deutschland-Chef von Tesla kranke Mitarbeiter persönlich besuchte und sie als "Faulenzer und Simulanten" beschimpfte. Schockierend ist zudem, dass viele Krankgeschriebene in letzter Zeit ohne rechtliche Grundlage nicht mehr bezahlt wurden. Diese Praktiken zeugen von einer besorgniserregenden Unternehmenskultur.
Die Tesla-Spitze scheine diese Vorgehensweisen zu unterstützten, während Musk den deutschen Gewerkschaftsvertretern unterstellt, für die Konkurrenz der deutschen Automobilindustrie zu spionieren. Solche Kommentare zeugen von einem fehlenden Verständnis für den deutschen Ansatz in Bezug auf Unternehmensführung und die Wertschätzung der Mitarbeiter.
Die sogenannten Tesla-Files stammen von einem Whistleblower, der die Daten nicht gehackt, sondern aus dem Projektmanagementsystem heruntergeladen hat. Diese Dateien enthalten sensible Informationen über Kunden und Mitarbeiter, darunter Namen, Telefonnummern und sogar medizinische und Gehaltsdaten. Iwersen beschreibt die Situation als alarmierend: "Es ist unglaublich, dass solche vertraulichen Informationen einfach so zugänglich sind. Bei Tesla ist die Mitarbeiterfluktuation 40 bis 50 Mal höher als bei vergleichbaren Unternehmen in Deutschland, was die Gefahr erhöht, dass ehemalige Mitarbeiter diese sensiblen Daten mitnehmen."
Die Frage, ob Tesla sich von der aktuellen Krise erholen kann, bleibt ungewiss. Musks Status hat sich mehr als belastend für das Unternehmen erwiesen, der Druck auf die Mitarbeiter wächst und die Sorgen um die Zukunft sind greifbar. "Es ist schwierig für die Mitarbeiter, die große Unsicherheit zu ertragen, die von Musks Entscheidungen und Äußerungen ausgeht. Die Zukunft von Tesla hängt stark davon ab, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickelt", so Iwersen.
Wie wird sich Tesla aus dieser Misere befreien und kann das Unternehmen unter der Leitung von Musk tatsächlich eine positive Wende hinlegen? Die Entwicklungen der nächsten Monate werden entscheidend sein!