
Erschreckender Angriff in Bern: Unbekannter wirft 12-Kilo-Stein auf Kopf eines 30-Jährigen
2025-04-01
Autor: Lara
Am 8. Oktober 2024 erlebte Marco, ein 30-jähriger Mann, einen lebensbedrohlichen Angriff, als er in Bern unterwegs war. Ein schwerer Stein mit einem Gewicht von 12 Kilogramm fiel aus einer Höhe von 6,5 Metern direkt auf seinen Kopf. Dies geschah, als Marco die Schwarzburgstraße entlangging und unter einer Unterführung hindurch wollte. Wenige Minuten später informierte er seine Frau via WhatsApp: „Jemand hat mir einen Stein auf den Kopf geworfen, ich bin jetzt im Krankenhaus.“
Die Schilderungen des Vorfalls sind schockierend. Marco erinnert sich, dass er einen großen Schatten sah, bevor der Stein ihn traf. „Ich spürte einen gewaltigen Schlag auf meinem Kopf, und dann hörte und sah ich nichts mehr“, beschreibt er den Moment des Angriffs. Blitzschnell verwandelte sich sein Spaziergang seines Alltags in einen Albtraum.
Wie sich später herausstellte, war Marco nicht nur ein zufälliges Opfer. Der mutmaßliche Täter, ein 27-jähriger Mann namens Levis E., war zuvor bereits wegen anderer Gewalttaten in den Schlagzeilen. In den Tagen nach dem Angriff hinterließ er eine Spur des Schreckens, die sich durch mehrere europäische Länder zog. „Was macht man nun mit so einer Information?“ fragt Marco und erklärt, dass er sich fragt, ob der Angreifer ihn gezielt töten wollte.
Die helfenden Hände kamen erst spät. Während Passanten an ihm vorbeigingen, rief erst ein Jugendlicher nach einer Ambulanz, nachdem er umgedreht war. Marco beschreibt das Gefühl der Einsamkeit während der Minuten des Wartens als sehr bedrückend. „Trotz meiner Geschäftskleidung wurde ich übersehen. Auch ein Obdachloser hätte in dieser Situation Hilfe bekommen müssen.“
Die Notfalldienste trafen schließlich nach 20 Minuten ein und brachten Marco ins Krankenhaus, wo Ärzte ihm sagten, dass seine Überlebenschancen gering seien. Er erlitt eine schwere Kopfverletzung, ein Schädel-Hirn-Trauma sowie posttraumatische Belastungsstörungen, welche seine Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Aktuell hat Marco Schwierigkeiten, mit den Folgen seines Traumas umzugehen. Er sucht Hilfe bei einem Psychiater, bleibt bis zur vollständigen Genesung krankgeschrieben und muss sich weiterhin mit der Frage auseinandersetzen: „Wieso hat er mir das angetan?“
Die Behörden haben bisher keine klare Auskunft gegeben, ob Levis E. legal in der Schweiz war. Berichten zufolge wurde er 2024 mit einem Ausweisungsbescheid in Frankreich konfrontiert.
Dieser Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit in unseren Städten auf und zeigt die Bedeutung von sozialer Verantwortung in Notsituationen. Marco hofft, dass die Gesellschaft aus solchen Vorfällen lernen kann, um ähnliche Tragödien in der Zukunft zu vermeiden.