Wissenschaft

Fischerei mit Schleppnetzen verursacht Milliardenschäden – die Fakten sind erschreckend!

2025-03-25

Autor: Simon

Laut einem alarmierenden Bericht, veröffentlicht von der Meeresschutzorganisation National Geographic Pristine Seas, verursacht die Praxis der Grundschleppnetz-Fischerei enorme Schäden, die in die Milliarden gehen. Diese Art der Fischerei wird oft genutzt, weil die wahren Kosten nicht transparent dargestellt werden und sie zudem durch staatliche Subventionen unterstützt wird.

Schiffe ziehen riesige Netze durch die Ozeane, während das untere Ende der Netze durch Gewichte entlang des Meeresbodens schleift. Dies führt dazu, dass wertvolle Lebensräume wie Muschelbänke und Riffe erheblich beschädigt werden. Außerdem sind die Beifangquoten exorbitant hoch. Trotz der weit verbreiteten Kritik bleibt diese Fischereimethode gängig – der Großteil des Wildfisches auf unseren Tellern wird so gefangen.

Die Studie analysierte den Zeitraum zwischen 2016 und 2021. Fachleute stellten fest, dass die Branche jährlich, nach optimistischen Schätzungen, etwa 4,5 Milliarden Euro Umsatz generiert. Dies wird jedoch von erheblichen Kosten überschattet, die staatliche Subventionen, den Beifang und insbesondere CO₂-Emissionen umfassen. Abhängig vom Preis für Treibhausgase ergibt sich ein jährlicher Fehlbetrag zwischen 330 Millionen und 10,8 Milliarden Euro.

Sediment als entscheidender CO₂-Speicher

„Die Grundschleppnetz-Fischerei ist eine ökologische und wirtschaftliche Tragödie“, warnt Enric Sala von Pristine Seas. Die Praxis trägt lediglich zwei Prozent zur Versorgung Europas mit tierischem Eiweiß bei und verursacht gleichzeitig gravierende Schäden an der biologischen Vielfalt. Darüber hinaus hat diese Fischerei auch negative Auswirkungen auf das Klima: Der Meeresboden, der als CO₂-Speicher fungiert, wird aufgewühlt, wodurch noch mehr Treibhausgas in die Atmosphäre gelangt.

Ein weiteres besorgniserregendes Ergebnis der Studie zeigt, dass über zwölf Prozent der Aktivitäten der Grundschleppnetz-Fischerei in Meeresschutzgebieten, sogenannten MPAs, stattfinden. In Deutschland gehören dazu wichtige Gebiete wie das Sylter Außriff und der Fehmarnbelt. Würde die Grundschleppnetz-Fischerei in diesen Schutzgebieten eingestellt, könnte dies bereits erhebliche Umweltschäden abwenden. Experten appellieren daher dringend an die Politik, diese faszinierenden marinen Ökosysteme zu bewahren und die Fischerei nachhaltig zu gestalten.