
Lawinenhund: Renée Geisser bildet Vierbeiner aus, die Leben retten können
2025-03-23
Autor: Noah
Renée Geisser ist ein erfahrener Hundetrainer, der seit über 14 Jahren Hunde für die Bergrettung ausbildet. Seine treue Begleiterin Nala hat sich in dieser Zeit als unverzichtbar erwiesen, denn sie sucht unter Schneelawinen nach verschütteten Menschen. Die Ausbildung dieser Rettungshunde ist extrem aufwendig und dauert etwa drei Jahre, wobei sie in dieser Zeit umfassende Tests und Übungen absolvieren müssen.
Jährlich ist Renée bei etwa zehn Bergrettungseinsätzen aktiv, besonders in den Wintersaisons in Ob- und Nidwalden, wenn die Gefahr von Lawinen am höchsten ist. Aber auch im Sommer bleibt er im Einsatz, um Menschen in unwegsamen Bergregionen zu helfen, die abgekommen sind oder in Not geraten sind.
Neben seiner Tätigkeit als Polizist ist Renée Geisser auch Vorsitzender der Trainingsgruppe der Alpinen Rettungshundeführer im Engelbergertal. Die technische Leitung obliegt seinem Kollegen Wendelin Odermatt, und die Gruppe trifft sich regelmäßig, um ihre Fähigkeiten zu trainieren und sich auf den Ernstfall vorzubereiten.
Die Qualifikation eines Rettungshundes ist entscheidend, und nicht jeder Hund ist dafür geeignet. "Die Ausbildung erfordert Geduld und Hingabe, da wir mindestens ein Jahr mit dem Hund arbeiten, bevor wir mit den eigentlichen Ausbildungstests beginnen können", erklärt Geisser. Besonders Rassen wie Retriever und Schäferhunde erweisen sich als besonders geeignet für diese anspruchsvolle Aufgabe.
Renées Hündin Nala, die nun drei Jahre alt ist, benötigt äußerst viel Aufmerksamkeit und Training. In den ersten drei Ausbildungsjahren verbringt jeder Hundebesitzer rund 30 Tage mit der Ausbildung, was sowohl für den Hund als auch für den Handler zeitaufwändig ist.
Wenn ein Alarm von der Rettungszentrale der Rega in Kloten eintrifft, zieht Geisser seine Rettungsuniform an, und Nala spürt sofort, dass es ernst wird. Gemeinsam fliegen sie im Rettungshubschrauber zum Einsatzort. "Nala geht im Unglücksgebiet sofort auf die Suche und beginnt zu graben, wenn sie einen Geruch entdeckt", berichtet Geisser stolz.
Nach einem Einsatz benötigen die Hunde mehrere Tage zur Erholung, da die Einsätze körperlich und psychisch sehr anstrengend sind. "Die Hunde suchen sich einen ruhigen Platz zum Ausruhen und schlafen viel, um sich von der Aufregung zu erholen", fügt er hinzu.
Nala ist Geissers zweite Suchhündin. Seine erste Hündin, Nora, ist nun im Ruhestand und genießt ihr neues Leben zuhause. Hunde ab einem Alter von zehn Jahren müssen jährlich einen Test bestehen, um ihre Einsatzfähigkeit zu beweisen. "Wir Hundeführer können jedoch oft selbst recht gut einschätzen, wann ein Hund nicht mehr in der Lage ist zu arbeiten", so Geisser.
Für Geisser selbst ist die ehrenamtliche Erfahrung sehr erfüllend. "Ich liebe es, der Öffentlichkeit zu helfen und in schwierigen Situationen Menschen beizustehen. Die Arbeit in der Natur mit meinem Hund gibt mir viel zurück", sagt er. Diese bemerkenswerte Hingabe zur Rettung von Menschenleben macht ihn und Nala zu einem unverzichtbaren Team in den Bergen.