
Luxus-Abfalltrennung in der Bundesverwaltung: Umstrittene Eimer sorgen für Diskussionen
2025-03-31
Autor: Lara
Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) steht in der Kritik wegen der Einführung neuer Abfallsysteme in den Bundesbehörden. Die neuen Abfalleimer sollen laut BBL eine "Testphase" durchlaufen haben, bevor sie eingesetzt wurden. Die Entscheidung für die kleinen Öffnungen der PET-Behälter erfolgte auf Basis ergonomischer Überlegungen sowie dem Ziel, "Fehlwürfe" und Verunreinigungen zu minimieren.
Die konzipierten kleinen Öffnungen sind nicht nur in der Bundesverwaltung zu finden, sondern sollen auch flächendeckend in der gesamten Schweiz einheitlich sein. Die kleinen Öffnungen sollen sicherstellen, dass wirklich nur PET-Flaschen eingeworfen werden, was sich positiv auf die Qualität des recycelten Materials auswirken soll.
Experten warnen jedoch, dass diese Lösung möglicherweise nicht die beste ist, um eine effektive Abfalltrennung zu gewährleisten. Die Verpflichtung der Nutzer, die Flaschen einzeln und komprimiert einzuworfen, könnte zu Frustration führen und damit die Recyclingquote negativ beeinflussen.
Besonders diskussionswürdig ist die Entscheidung, die Lochgröße für Aluminiumdosen kleiner als die für PET-Flaschen zu gestalten. Eine Sprecherin des BBL gab an, dass PET-Flaschen in der Regel größer sind, was diese Maßnahme begründe. In Städten wie Bern zeigt eine Überprüfung, dass häufig das Gegenteil praktiziert wird. Solche Unterschiede in der Handhabung könnten zu Verwechselungen und einer suboptimalen Abfalltrennung führen.
Als ergänzende Maßnahme plant das BBL, die Abfallbehälter schrittweise und bedarfsgerecht in den Regierungsgebäuden in der ganzen Schweiz einzusetzen. Zudem wurde ein Vertrag mit einer optionalen Laufzeit von fünf Jahren unterzeichnet, um Flexibilität in der Beschaffung zu gewähren. Diese Entscheidung erlaubt eine evaluative Überprüfung und die Möglichkeit, Anpassungen in der Zugänglichkeit und Funktionalität vorzunehmen.
Nun bleibt abzuwarten, wie diese neue Form der Abfalltrennung in der Praxis angenommen wird und ob sie zur Bewusstseinsförderung im Hinblick auf Recycling und Abfallvermeidung tatsächlich beiträgt.