Gesundheit

Stark erhöhtes Demenz-Risiko: Ab wann sollte man konsequent auf Alkohol verzichten?

2025-04-01

Autor: Noah

Alkohol ist ein bekannter Risikofaktor für Demenz, einschließlich Alzheimer. Experten empfehlen Menschen, ab einem bestimmten Alter vollständig auf Alkohol zu verzichten. Diese Entscheidung kann entscheidend für die eigene Gesundheit sein.

Die Stadt Fulda hat jüngst eine erhebliche Zunahme der Demenzfälle verzeichnet, was die Diskussion um die gesundheitlichen Risiken des Alkoholkonsums erneut aufwirft. Zu den am stärksten beitragenden Faktoren einer Demenzerkrankung gehören hohe Cholesterinwerte, Adipositas und Rauchen. Dies wird von der Alzheimer Forschung Initiative unterstützt, die darauf hinweist, dass durch die Minimierung solcher Risikofaktoren etwa 45 Prozent der Demenzfälle weltweit verhindert oder zumindest verzögert werden könnten.

Ein führender Neurowissenschaftler, Dr. Richard Restak, empfiehlt, spätestens ab dem 70. Lebensjahr jeglichen Alkoholkonsum einzustellen. Er betont: "Alkohol ist schädlich für die Nervenzellen und kann zu dauerhaften Schäden im Gehirn führen." Zudem wird geraten, schon früher mit dem Konsum aufzuhören, insbesondere wenn man zu den Risikogruppen gehört.

Berechnungen des Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) zeigen, dass ein "riskanter Konsum" ab 24 Gramm reinem Alkohol pro Tag das Demenzrisiko signifikant erhöhen kann. Das entspricht etwa einem halben Liter Bier. Langfristige Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen, denn die Alzheimer Gesellschaft München warnt davor, dass regelmäßiger Alkoholkonsum irreversible Schäden im Gehirn verursachen kann.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht sogar so weit, dass sie empfiehlt, gänzlich auf Alkohol zu verzichten. Sie weist darauf hin, dass es keine gesundheitlich unbedenkliche Menge Alkohol gibt und das Risiko bei jedem Schluck beginnt. \"Je mehr Alkohol konsumiert wird, desto schädlicher sind die Auswirkungen.\"

Zusätzlich zur Alkoholvermeidung gibt es auch andere Maßnahmen, um das Demenzrisiko zu senken. Dazu gehören: - Regelmäßige körperliche Bewegung - Gesunde Ernährung, reich an Obst und Gemüse, speziell Zutaten, die Flavonoide enthalten - Bildung und ständige Weiterbildung - Soziale Kontakte pflegen, um Isolation zu vermeiden - Den Blutdruck und das Cholesterin kontrollieren

Forschungen haben ergeben, dass Bildung und ständige geistige Herausforderungen das Gehirn aktiv halten und vor Demenz schützen können. Zudem kann die frühzeitige Behandlung von Seh- und Hörproblemen auch zur Vermeidung von kognitiven Rückschritten beitragen.

In einer neuen Kampagne, die 2024 von der WHO ins Leben gerufen wird, werden Maßnahmen vorgestellt, um das Bewusstsein über die gesundheitlichen Folgen von Alkohol zu schärfen. Diese Kampagne fordert die europäischen Nationen auf, über ihr gesellschaftliches Verhältnis zu Alkohol nachzudenken und Veränderungen herbeizuführen.

Letztendlich ist der Schlüssel, proaktiv zu sein und sich der eigenen Gesundheitsrisiken bewusst zu werden. \"Niemand kann garantieren, dass man nicht an Demenz erkrankt,\" sagt Dr. Restak und vergleicht es mit dem Autofahren: \"Man kann Risiken minimieren, indem man verantwortungsbewusst handelt.\" Überdenken Sie Ihre Gewohnheiten und ergreifen Sie die notwendigen Maßnahmen für ein längeres, gesünderes Leben!