
USA starten neue Verhandlungen zur Waffenruhe in Saudi-Arabien – Ist Frieden in Sicht?
2025-03-23
Autor: Nina
Nach intensiven Gesprächen mit Vertretern der Ukraine haben die USA heute in Saudi-Arabien eine neue Runde von Verhandlungen über eine mögliche Waffenruhe mit Russland initiiert. Die US-Delegation plant, im Rahmen einer sogenannten Pendeldiplomatie die Wege zu einer Friedenslösung für die Ukraine zu erkunden. Berichten zufolge könnte je nach Verlauf der Gespräche auch ein weiteres Treffen mit ukrainischen Vertretern folgen.
Die ukrainische Delegation, angeführt von Verteidigungsminister Rustem Umjerow, beurteilte die ersten Gespräche in Riyadh positiv. Er äußerte auf Facebook: „Die Gespräche waren konstruktiv und informativ, insbesondere hinsichtlich der Energieinfrastruktur.“ Der Auftrag, den Präsident Wolodymyr Selenskyj der Delegation erteilte, lautet: einen „ehrenhaften und dauerhaften Frieden“ für die Ukraine und ganz Europa zu erreichen.
Die Verhandlungen in Saudi-Arabien fokussieren sich auf mögliche Schritte für eine Waffenruhe. Ein Verzicht auf Angriffe gegen Energieanlagen wird als erste Maßnahme angestrebt, wobei die Ukraine zudem plant, auch andere kritische Infrastrukturen zu schützen. Diese Feuerpause wurde bereits zwischen Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump besprochen, jedoch ohne detaillierte Vorschriften zur Umsetzung.
Die Gespräche bieten der Ukraine die Gelegenheit, technische Details zum Schutz von Energieanlagen und anderen kritischen Infrastrukturen zu klären. Umjerow betonte die Komplexität der Herausforderungen, organisiert mit Energieexperten und militärischen Vertretern. Russland hingegen scheint auch an einer Initiative zur sicheren Schifffahrt im Schwarzen Meer interessiert zu sein, im Fokus steht hier ebenfalls der Vorschlag einer Waffenruhe für diese Gewässer.
Selenskyj bat um dringenden Druck auf Putin, um die Angriffe zu stoppen: „Egal über was wir sprechen, wir müssen ihn dazu zwingen, den Krieg zu beenden, der von ihm verursacht wurde.“
Eine potenzielle Verschärfung des Konflikts in der Ukraine bleibt in der Diskussion. Dies wurde auch von Nora Kronig Romero, der Direktorin des Schweizerischen Roten Kreuzes, angesprochen, die auf die Wichtigkeit des humanitären Völkerrechts hinwies. Sie bemerkte, dass militärische Entwicklungen die humanitäre Lage in der Region dramatisch verschärfen könnten.
Kremlsprecher Dmitri Peskow gab der Ukraine die Schuld für anhaltende Angriffe auf russische Energieanlagen und deutete auf einen breiten politischen und militärischen Druck hin, um Kiew zu einem Einlenken zu bewegen. Experten interpretieren diese Äußerungen als Versuch, die Verhandlungsposition Moskaus zu stärken, während die USA in Saudi-Arabien über ihre nächsten Schritte beraten.
Der Verlauf der Gespräche und die politischen Dynamiken könnten entscheidend für die zukünftige Stabilität der Region und für das Wohl der Zivilbevölkerung sein. Wird sich Moscow beugen oder wird der Konflikt weiter eskalieren? Die nächsten Tage könnten über den Frieden in der Ukraine entscheiden.