
WM: Schweizer Team ehrt Sophie Hediger mit rührender Geste
2025-03-28
Autor: Noah
Die Tragödie, die die Snowboard-Welt erschütterte
Sophie Hediger, eine vielversprechende Schweizer Snowboarderin, verstarb tragischerweise im Dezember letzten Jahres bei einem Lawinenunglück. Diese 26-Jährige war nicht nur ein Ausnahmetalent im Snowboardcross, sondern auch eine große Hoffnung für die Schweizer Snowboard-Nationalmannschaft. Vor ihrem Tod strebte sie an, Medaillen bei großen internationalen Wettbewerben zu gewinnen.
Um ihr Andenken zu ehren
haben die Mitglieder des Schweizer Teams während der laufenden Freestyle-WM im Engadin eine bewegende Hommage organisiert. An ihren Snowboards klebten sie spezielle Aufkleber mit der Botschaft: „Ride in Peace Sophie“. Diese Geste hat nicht nur die Teamkollegen, sondern auch viele Zuschauer berührt.
Wettkampf der Emotionen
Der Wettbewerb fand am Freitag in St. Moritz statt. Während die beiden Schweizerinnen Sina Siegenthaler und Noemi Wiedmer sich für die Hauptrunde qualifizierten, verlief das Viertelfinale für die Schweizer Teilnehmer alles andere als optimal. Kurz vor dem Ziel kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Siegenthaler und Wiedmer, was zu einem dramatischen Sturz führte. Wiedmer schied aus, und obwohl Siegenthaler ins Rennen weiterkam, verpasste sie letztendlich als Achte die Medaillenränge.
Die Männer gerieten jedoch in der ersten Runde unter Druck, da kein Schweizer Athlet in den Achtelfinal vordringen konnte. Teamleader Kalle Koblet drückte seine Trauer über den Verlust Hedigers aus und betonte, dass die Mannschaft stark zusammengewachsen ist, trotz des Schocks des Vorfalls.
Sophie Hediger: Ein strahlendes Talent
Sophie Hediger hatte große Pläne für ihre sportliche Karriere. Bereits im Alter von sechs Jahren stand sie erstmals auf einem Snowboard und entdeckte schnell ihre Leidenschaft für diesen Sport, weit stärker als für das Skifahren. Trotz schwerer Verletzungen, einschließlich eines Kreuzbandrisses, kämpfte sie sich zurück und erreichte die Spitze des Weltcup-Sports. Im vorletzten Winter konnte sie sich über zwei Podestplätze freuen und etablierte sich als erfolgreiche Athletin.
Die Geste der Ehrung war für das Team von großer Bedeutung
„Wir sind eine Snowboardcross-Familie“, sagte Koblet und fügte hinzu, „wir unterstützen uns gegenseitig und halten Sophies Geist im Herzen.“ Diese sportliche Trauerfeier zeigt, wie wichtig Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung im Sport sind.
Ein Aufruf zur Unterstützung bei Trauer
Wenn Sie in der Trauer sind oder jemanden kennen, der Unterstützung benötigt, stehen Hilfsangebote in der Schweiz zur Verfügung.
- Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline: Tel. 143
- Seelsorge.net, Angebote der reformierten und katholischen Kirchen
- Muslimische Seelsorge: Tel. 043 205 21 29
- Jüdische Fürsorge: info@vsjf.ch
- Pro Juventute: Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
- Pro Senectute: Beratung für ältere Menschen in schwierigen Lebenssituationen
Gemeinsam können wir allen Trauernden helfen, den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten.