
Neues Terminal: Skandal um Millionenbetrug beim Flughafen Murmansk!
2025-03-25
Autor: Noah
Murmansk im Fokus eines Betrugsfalls
Murmansk, die größte Stadt der Welt innerhalb des Polarkreises mit rund 375.000 Einwohnern, steht im Fokus eines aufsehenerregenden Betrugsfalls. Diese Stadt, die 1916 gegründet wurde und bis zur Sowjetunion ein militärisches Sperrgebiet war, hat sich dank der milden Temperaturen des Golfstroms in den Wintermonaten einen Namen als eisfreier Hafen gemacht.
Eine der bekanntesten Ansichten Murmansks ist die sowjetische Atom-U-Boot-Flotte, deren alte Schiffe in den Fjorden der Umgebung verrosten. Gemeinsam mit der benachbarten Stadt Seweromorsk ist Murmansk ein strategischer Stützpunkt für die russische Nordflotte und beherbergt eine umfangreiche atomgetriebene Eisbrecherflotte.
Ambitionierte Ausbaupläne für den Flughafen
Der Flughafen Murmansk, der 1977 eröffnet wurde, liegt etwa 24 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und ist nach Zar Nikolaus II. benannt. Er bedient hauptsächlich Inlandsflüge nach St. Petersburg und Moskau. Vor über zwei Jahren beschloss die Stadtregierung, den Flughafen erheblich auszubauen, um ein neues Terminal zu errichten.
Die ehrgeizigen Pläne umfassten eine Erweiterung der Terminalfläche auf mehr als 7.000 Quadratmeter und die Möglichkeit, bis zu 400 Passagiere pro Stunde abfertigen zu können. Darüber hinaus wurde eine jährliche Kapazität von etwa 3 Millionen Passagieren angestrebt.
Baufortschritt in der Kritik – Betrugsvorwürfe stehen im Raum
Trotz der ambitionierten Pläne zeigt der Fortschritt der Bauarbeiten alarmierende Mängel: Bei einer Inspektion Anfang Februar wurde festgestellt, dass die Bauarbeiten nur zu etwa 5 Prozent abgeschlossen waren. Das zuständige Unternehmen, Promstroyservis, das den Zuschlag als Generalunternehmer erhalten hatte, sieht sich nun schweren Vorwürfen ausgesetzt. Der ursprüngliche Auftragswert von 4,14 Milliarden Rubel (rund 45,4 Millionen Euro) gerät in den Hintergrund.
Die Behörden haben den Bauvertrag fristlos gekündigt, nachdem festgestellt wurde, dass das Unternehmen nicht nur eine mangelhafte Kontrolle der Arbeiten vornahm, sondern auch Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung von Geldern und die mutmaßliche Veruntreuung von öffentlichen Mitteln ans Licht kamen. Schätzungen zufolge sind rund 2 Milliarden Rubel (ca. 24,1 Millionen Euro) verschwunden!
Die Ermittlungen weiten sich aus – Interne Betrugsgeschäfte aufgedeckt
Die Strafverfolgungsbehörden berichten von einem Betrug in großem Stil. Es wurde festgestellt, dass mit zahlreichen kleineren Baufirmen Verträge abgeschlossen wurden, deren Arbeiten nie umgesetzt wurden. Zudem sind auch zahlreiche fiktive Verträge für Warenlieferungen und Dienstleistungen aufgetaucht, die offenbar ohne jegliche Gegenleistungen zustande kamen.
Die ermittelten Fakten lassen darauf schließen, dass hier ein weitreichendes System von Betrug und Korruption im Gange ist, das möglicherweise auch andere Projekte und Akteure im Bauwesen betreffen könnte. Russische Medien und Experten fordern nun dringende Maßnahmen zur Aufklärung dieses Skandals und zur Wahrung der öffentlichen Interessen, während die Stadt Murmansk auf eine Lösung hofft, um den Flughafen-Ausbau doch noch voranzutreiben.